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Am 27. November 2025 kam der erweiterte Vorstand zur Jahresabschlusssitzung in Techelsdorf zusammen. Neben einem Rückblick auf das Jagdjahr standen aktuelle Entwicklungen, Projekte und wichtige Termine für 2026 auf der Tagesordnung.

Jägerprüfung und Waffenaufbewahrung: Wachsam bleiben

Der Vorsitzende berichtete aus dem Kreisgebiet, dass bei den Jägerprüfungen im November rund zwei Drittel der Prüflinge erfolgreich waren. Erneut zeigte sich die Waffenhandhabung als kritischer Punkt. Positiv: Der Prüfungsausschuss der Unteren Jagdbehörde soll sich neu aufstellen, erste Interessenten haben bereits hospitiert.

Ein Thema, das viele Jäger unmittelbar betrifft, sind die Waffenaufbewahrungskontrollen. Diese sollen künftig unangemeldet und gebührenpflichtig erfolgen. Für 2025 konnten noch einige freiwillige, kostenfreie Kontrollen angeboten werden – freie Termine gibt es jedoch aktuell nicht mehr. Wer weiterhin Bedarf sieht, sollte sich frühzeitig beim Kreis melden.

Vogelgrippe: Monitoring braucht Unterstützung

Die Aviäre Influenza ist erneut auf dem Vormarsch. Um Hausgeflügelbestände zu schützen, läuft weiterhin das aktive Wildvogel-Monitoring. In mehreren Hegeringen übernehmen Jäger bereits die Beprobung von Enten und Gänsen. Das Monitoring ist ein wichtiger Baustein, um frühzeitig Entwicklungen zu erkennen – hier zeigt sich erneut, wie wichtig jagdliche Mithilfe im Seuchenschutz ist.

Wildtierkataster SH: Ohne Daten keine Argumente

Ein besonderer Schwerpunkt der Sitzung war der Bericht zum Wildtierkataster Schleswig-Holstein. Aktuell beteiligen sich im Kreisgebiet nur rund 25 % der Reviere an der Datenerhebung. Das ist deutlich zu wenig, um belastbare Aussagen zu Wildbeständen, Entwicklungen oder Gefährdungen treffen zu können.

Gerade im Hinblick auf politische Diskussionen und zukünftige Schutz- oder Managementmaßnahmen gilt:
👉 Ohne flächendeckende Daten keine starken Argumente.
Der Appell war eindeutig: Bitte beteiligt euch am Wildtierkataster und meldet auch Wildunfälle konsequent. Für 2026 stehen Feldhase und Wildkaninchen im Fokus der Erfassung.

Berichte aus den Obleuten: Viel Engagement im Ehrenamt

Die Kurzberichte zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig die Arbeit innerhalb der Kreisjägerschaft ist:

  • Bläserwesen: Fortbildungen, Hubertusmessen und eine Jugendbläserfreizeit sind bereits fest geplant.

  • Schießwesen: Sehr gute Beteiligung bei Kreismeisterschaft und Schießkino – allerdings wird dringend Nachwuchs für die Juniorenmannschaft gesucht.

  • Hundewesen: Erfolgreiche Prüfungen, intensive Schweißarbeit und ein außergewöhnlich hoher Einsatz der Hundeführer prägten das Jahr.

  • Begrünung: Obstbaumpflanzungen in mehreren Hegeringen laufen erfolgreich. Ein Antrag auf 100 %-Förderung künftiger Pflanzungen wird im Februar 2026 beraten.

  • Öffentlichkeitsarbeit: Die Kreisjägerschaft ist auf Social Media sichtbar und gut aufgestellt.

Ausblick auf 2026: Viele Termine, viele Möglichkeiten

Neben der Jahreshauptversammlung und den Hegeringversammlungen stehen 2026 u. a. der Landesjägertag, die OUTDOOR-Messe sowie die nächste Hubertusmesse an. Die Termine werden wie gewohnt veröffentlicht.

Zum Abschluss dankte der Vorsitzende allen Engagierten, wünschte eine sichere Heimfahrt, Waidmannsheil für die laufende Drück- und Treibjagdsaison sowie Gesundheit und einen guten Jahresausklang.

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